Monotypien von René J Goffin

Vom 14. Juli bis zum 20. August ist der Ausstellungsraum der Galerie Nemo Schauplatz einer Folge von Monotypien des Künstlers René J Goffin, die in den Wochen davor in der Werkstatt von Norbert Weber entstanden sind.

Monotypien sind  „gedruckte Malerei“, d. h. der Künstler malt mit (Öl)farben auf einem Untergrund, auf dem die Farbe nicht haftet (Kunststoff, Metall). Sie wird auf Büttenpapier abgedruckt. Es gibt nur einen einzigen Abzug. Die ästhetische Qualität unterscheidet sich grundlegend von Malerei auf Papier. Die unter Druck „abgegebene“ Farbe ist von hoher Transluzenz. Der Pressendruck glättet nicht nur das Büttenpapier, er quetscht Farbe unkalkulierbar, erzeugt unvorhersehbare Formen.

Als Drucker von Monotypien arbeitet Norbert Weber ohne Auftrag. Es gibt keine Bewerbung. Er lädt Künstler ein, deren Arbeit ihn interessieren und von denen er annimmt, dass eine Zusammenarbeit erfolgreich und ertragreich werden kann. Ein Erfolg ist nicht garantiert, denn es liegt im Wesen der Monotypie, dass die Ergebnisse risikoreich sind. Ein Monotypiedrucker muss Drucke als misslungen aufgeben können (was gerade bei Beginn einer Kooperation vorkommt), er muss ehrlicherweise auch zugeben können, dass die Arbeit mit einem Künstler überhaupt nicht harmoniert. Dann muss eine Zusammenarbeit auch aufgegeben werden können.

 

 

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