Bjørn Nørgaard: Schwarz Brot? Grün Brot?

Die Ausstellung mit Monotypien von Bjørn Nørgaard basiert auf einer Auswahl, die Corinna Sinjen im Rahmen eines Pflichtpraktikums getroffen hat. Sie studiert Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und hat sich bei Norbert Weber in Eckernförde zunächst mit der Inventarisierung von Grafik befasst.

Dazu gehörte auch die Auseinandersetzung mit dem Verfahren der Monotypie. Bjørn Nørgaards Werk „Schwarz Brot? Grün Brot?“ wurde dabei zum faszinierenden Ausgangspunkt für eine Ausstellung, deren Auswahl und Hängung Corinna Sinjen verantworten durfte.

Neben von Mustern und Symbolen geprägten Papierarbeiten zeigt sich in dem Werk „Schwarz Brot? Grün Brot?“ das experimentelle Vorgehen des Künstlers. Die mit roter und grüner Farbe eingewalzten Brotscheiben bettet Bjørn Nørgaard auf einem leuchtend roten Hintergrund. Ergebnis ist ein objekthaftes Gebilde, das sein Entstehung einer ungewöhnlichen Materialerprobung verdankt. Kann man Brotscheiben drucken?

Das Ergebnis ist erstaunlich und kann nun im Galerieraum auf einem Sockel besichtigt werden. Es ist, wie Thorsten Sadowski es nennt, ein für den Künstler so typischer „Balanceakt zwischen gleichsam verschwiegener inhaltsarm-serieller Materialerprobung einerseits und überschäumender ornamentaler Fabulierlust andererseits.“

Im Anschluss an diese Schau wird Corinna Sinjen eine Ausstellung mit Werken von Barbara Camilla Tucholski kuratieren, darunter die Radierfolge „Pusteblume“, die in ihrer Praktikumszeit in der Werkstatt Norbert Webers für die Hamburger Griffelkunst-Vereinigung in Auflage gedruckt worden ist.

 

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