Eine Seite des Wahnsinns

Am 19. 1. 2018 findet um 19 Uhr in der Galerie NEMO eine Performance statt. Gezeigt wird  der Stummfilm „Eine Seite des Wahnsinns“ des japanischen Regisseurs Kinugasa Teinosuke aus dem Jahr 1926. Der mexikanische, in Madrid lebende Komponist und Klangkünstler Iván Ferrer-Orozco begleitet die Aufführung mit elektronischer Live-Musik.

Der Film galt fast 50 Jahre lang als verschollen, bis er 1971 in Kinugasas Lagerhaus wiederentdeckt wurde. Der Film ist das Produkt einer Avantgarde Gruppierung japanischer Künstler namens Shinkankaku-ha (Stil der neuen Wahrnehmung). Kawabata Yasunari, der 1968 den Nobelpreis für Literatur erhielt, wird im Vorspann als Autor der Geschichte angegeben.

Der Film spielt in einer psychiatrischen Anstalt. Obwohl er zu einem stetig verstörender werdenden Bildstrudel zusammengeschnitten ist, erzählt der Film unzusammenhängend die Geschichte des Hausmeisters der Anstalt, in der seine Frau als Patientin untergebracht ist.

Iván Ferrer-Orozco war im vergangenen Jahr Stipendiat des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses. Seine Musik wurde auf Festivals in Mexiko, Spanien, Süd Korea, Argentinien, Kanada, Deutschland, Italien und den USA aufgeführt. Darüber hinaus wirkt er als Klangkünstler, Kurator und Performer.

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